Die Reduzierung der Maschinenstillstände durch ein effizientes Servicemanagement ist das Ziel jeder Serviceorganisation weltweit. Eingriffe in die Konfiguration von Maschinen in der Betriebsphase werden oft ungenügend dokumentiert, sind aber in Wartungsfällen von großer Bedeutung. Jede Unsicherheit bei der Identifikation von Ersatzteilen kann zu erheblichen Verzögerungen führen und hohe Ausfallkosten verursachen.
Mobile Servicewelten steht für eine Technologie, durch die Maschinen und Bauteile schnell und eindeutig identifiziert werden können. Diese Informationen werden in einer Maschinenakte zentral hinterlegt und stehen künftig permanent zur Verfügung. Über mobile Endgeräte können diese zu jeder Zeit und an jedem Ort visualisiert und eingesetzt werden.
Die Zusammenführung von mobilen Lösungen, Wissensmanagementsystemen und unter- stützenden Technologien wie RFID/Sensorik ermöglicht innovative Serviceprozesse und Geschäftsmodelle im internationalen Servicenetzwerk von Maschinenbauunternehmen.
- Kauf und Leasing von werthaltigen Ersatzteile einer Maschine mit garantierten Qualitätsaussagen.
- Bestimmung von Reparaturzeitpunkten basierend auf mit Sensorik erfassten Belastungsdaten und deren Weitergabe per Internet oder drahtloser Verbindung.
- Vorausschauende Wartung durch Definition und die Beobachtung typischer "Verhaltensmuster" bzw. Belastungsgrenzen.
- Verkürzte Identifikationsprozesse, Vermeidung von Fehlern und Reduzierung von Reisekosten durch Kombination von RFID-Technologie, mobilem Endgerät und einer aktiven/anpassbaren und aktuellen Maschinenakte.
- Servicewissen kann international transparent gemacht werden.
Die Infoman AG hat die Konsortialführerschaft im Projekt Mobile Servicewelten übernommen. Schwerpunkte im Forschungsprojekt liegen in der Prozessgestaltung in internationalen Servicenetzwerken unter Berücksichtigung von Händler- und Niederlassungsstrukturen und Prototypen für mobile Softwareunterstützung im weltweiten Service.
Die Projektlaufzeit ist vom 01. Oktober 2006 bis 31. März 2009. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.