Innovationsprojekt der Infoman: „Mobiles Lernen für Elektromobilität“

Innovationsprojekt der Infoman: „Mobiles Lernen für Elektromobilität“

Die Elektromobilität bewegt nicht nur Fahrzeuge, sondern auch die Gemüter. Um die von der Bundesregierung geforderte Million Elektrofahrzeuge bis 2022 auf deutsche Straßen zu bringen, ist ein gemeinsamer Kraftakt aller Beteiligten notwendig. Sind sie erst einmal auf der Straße unterwegs und müssen gewartet beziehungsweise repariert werden, stellen sie das Service-Personal der KFZ-Werkstätten vor ganz neue Herausforderungen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat ein Projekt ins Leben gerufen, das zahlreiche Kompetenzen bündelt und Synergieeffekte sinnvoll nutzt; der Name: Mobiles Lernen für Elektromobilität, kurz MOLEM.

Das neue Ausbildungsjahr ist erst ein paar Monate alt, einige tausend Jugendliche lassen sich seit 1. September zum KFZ-Mechatroniker, KFZ-Mechaniker oder KFZ-Elektriker ausbilden. In drei Jahren sind sie dann in der Lage, PKW, LKW oder Busse mit Verbrennungsmotor zu warten und zu reparieren. Doch spätestens, wenn das erste Elektrofahrzeug vor ihnen steht, werden sie, genau wie ihre älteren Kollegen, schnell an ihre Grenzen stoßen. Im Gegensatz zum Verbrennungsmotor gleicht ein Elektromotor nicht automatisch dem anderen. Hinzu kommt, dass die Ausbildungsinhalte zwar seit 1973 auch theoretisches Wissen über die Grundlagen der Elektrotechnik vermitteln, angesichts der Vielzahl an Motor- und Ausstattungsvarianten fehlt es bislang jedoch an einer Plattform zur Vermittlung allgemeingültiger Grundlagen.

Mobiles Lernen für Elektromobilität startet in die Projektphase. Kick-off für das (Er-)Lernen der Zukunft.

Diese Lücke wird mit dem Kick-off des Projekts MOLEM geschlossen. Ziel des Projektes ist es, die bereits ausgebildeten Mechaniker schneller und leichter zur Weiterqualifizierung zu bringen, ohne dass sie ihren Arbeitsplatz verlassen müssen. Darauf aufbauend werden die Projektpartner EvoBus und die Dekra im Rahmen der Lernplattform fortlaufend zusätzliche Weiterbildungsinhalte zur Verfügung stellen, die sich der Mechaniker in Eigenregie aneignet. Der Erwerb spezieller Lerninhalte und vor allen Dingen die Lernfortschritte werden dokumentiert und durch die Dekra geprüft und zertifiziert. Erst wenn diese Zertifizierung erfolgt ist, ist der Mechaniker berechtigt, Reparaturen an den jeweiligen Elektrofahrzeugen vorzunehmen. Der Name MOLEM ist in diesem Fall Programm, denn er kann sich sowohl mit dem Smartphone als auch mit dem Tablet-Computer und fest installiertem PC in dem Lernsystem bewegen, Inhalte verfolgen, bewerten, Tests absolvieren oder aber auch eigene Erfahrungen und Erkenntnisse mit anderen Nutzern teilen.

Projektpartner und -koordinator Infoman AG

Die Verantwortung und technische Umsetzung der Plattform übernimmt der Projektpartner und -koordinator Infoman. Die Infoman AG hat bereits seit 2003 Erfahrungen im Lernmanagement mit der Daimler AG gesammelt und baut auf der Trägerplattform Microsoft SharePoint die neue Lernplattform auf. Für wissenschaftliche Unterstützung und Überwachung zeichnet die TU Darmstadt verantwortlich. Am Projekt außerdem beteiligt sind zwei Autohäuser, Autohaus Anders und Stern Partner, mit angeschlossenen Werkstätten, deren Servicepersonal sich aktiv über die Lernplattform weiterbilden wird. Die Grundlagen dafür sind bereits geschaffen. Erste Mitarbeiter setzen sich mit dem Thema Starkstrom auseinander, Produktschulungen und Fortbildungen werden als Basis-Präsenztraining absolviert. Zusätzlich werden die Werkstätten mit modernster IT ausgestattet, um ihren Mitarbeitern den mobilen Zugang zur Plattform ermöglichen zu können.

Die Verantwortung, die mit diesem Modellprojekt einhergeht, ist groß – genau wie die zu qualifizierende Zielgruppe. 38.300 KFZ-Meisterbetriebe sind deutschlandweit im Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) organisiert, hinzukommen noch die Fahrzeughersteller selbst. Für sie alle ist die bedarfsgerechte Qualifizierung im Arbeitsprozess ein elementarer Bestandteil für die Zukunftsfähigkeit ihres Berufsstandes. Dank des mobilen Lernens wird den Betrieben die Arbeitskraft nicht temporär entzogen, was eine wichtige Zeit- und Kostenersparnis, gerade auch für kleinere Unternehmen, mit sich bringt. Die Laufzeit des Projekts ist zunächst auf drei Jahre festgelegt.

Mehr Informationen auch auf der Projektwebseite www.molem.de!

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Infoman AG, ein Unternehmen der Avanade Gruppe, ist ein führender CRM Beratungs- und IT Lösungsanbieter für mittlere und große Unternehmen in Deutschland und der Schweiz.

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