Proboneo & Infoman: „Eine ganz andere Stufe des sozialen Engagements.“

Proboneo & Infoman: „Eine ganz andere Stufe des sozialen Engagements.“

Seit diesem Jahr arbeiten Avanade und die Infoman AG zusammen mit Proboneo, um sich sozial zu engagieren. Proboneo ist eine gemeinnützige Organisation, die Fachwissen an soziale Einrichtungen vermittelt und ihnen so hilft, ihre Wirtschaftlichkeit zu steigern. Infoman-Mitarbeiter unterstützen Projekte in ganz Deutschland – frei nach dem Motto: Gutes noch besser machen!

Unsere Mitarbeiterinnen Lilli Wagner (Accounting Manager) und Bonny Mangold (Sales Consultant) sind dieses Jahr für die Infoman AG dabei und berichten im Interview von ihren ersten Erfahrungen.

1) Hattet ihr schon Erfahrungen im Bereich des sozialen Engagements?

Bonny: In meiner vorherigen Firma haben wir mit Flüchtlingen Weihnachtsplätzchen gebacken, die sie anschließend auf dem Weihnachtsmarkt verkauft haben. Die Firma hat ihre Küche zur Verfügung gestellt, in der es danach wie auf dem Schlachtfeld aussah. Es hat sehr viel Spaß gemacht und wir haben nette Menschen kennengelernt.

Lilli: Ich habe früher eine Jugendgruppe geleitet und Freizeiten organisiert. In der Schule war ich in der SMV (Schülermitverantwortung) aktiv und ich dachte, das Projekt ist die ideale Gelegenheit, um meine soziale Ader wieder aufleben lassen.

2) Wie ist allgemein der Ablauf des Programms?

Lilli: Wir haben per Mail über das Programm erfahren und uns dann angemeldet. Von Proboneo kamen dann die ganzen Infos mit dem Ablauf: zwei Tage Workshop in Berlin, dann fünf Tage vor Ort bei der sozialen Einrichtung und anschließend ein Nachtreffen zum Projektabschluss. Dabei bekamen wir auch schon die Information, in welche Gruppen wir eingeteilt und welchem Projekt wir zugeordnet sind.

Bonny:  Insgesamt gab es mehr Bewerber als Teilnehmerplätze. Die 13 verfügbaren Plätze wurden auf die vier teilnehmenden Unternehmen aufgeteilt, davon konnten wir von der Infoman AG zwei besetzen. Bei dem Workshop in Berlin trafen wir dann auf die weiteren Teilnehmer, unter anderem auch unsere neuen Kollegen von Avanade.

3) Wie setzt sich die Gruppe zusammen, mit der ihr später vor Ort seid?

Bonny: Wir sind zu dritt in einem Team. Einer von Avanade, ein Teammitglied aus einem weiteren Unternehmen und ich. Bei Lilli setzt es sich genauso zusammen.

4) Was genau habt ihr in Berlin gemacht? Welche Trainings gab es?

Lilli: Wir hatten hauptsächlich Schulungen zum Thema Projektmanagement, uns wurden Tools für die Projektwoche an die Hand gegeben und das Vorgehen nahegebracht. Ob wir die Reihenfolge in der Projektwoche so umsetzen, können wir aber selbst entscheiden. Meine Gruppe hat außerdem vor und während des Trainings in Berlin schon mit der Einrichtung telefoniert, der wir zugeteilt sind. Wir haben Ziele und Probleme definiert und einen Termin für die Projektwoche im Februar 2017 festgelegt.

Bonny: Am Ende des ersten Tages kam eine Vertreterin der Geschäftsleitung einer sozialen Organisation, welche sich „Wellcome“ nennt und berichtete über ihre Erfahrungen mit der Hilfe durch Proboneo. Die Einrichtung kommt ursprünglich aus Hamburg und ist eine bundesweit tätige Non-Profit-Organisation für die Vermittlung von Ehrenamtlichen zur Entlastung junger Eltern. Inzwischen gibt es schon 250 Teams in ganz Deutschland. Das war für mich ein cooler Abschluss, weil man live mitbekommt, wie die sozialen Einrichtungen wirklich ticken. Außerdem erklärte sie, dass die sozial Engagierten uns „Wirtschaftsköpfe“ oftmals nicht verstehen. Die sind eben „sozial drauf“ und diesen Unterschied merkt man. Die Schwierigkeit besteht darin, gemeinsam Prozesse zu entwickeln, die den Organisationen im Hintergrund helfen. Man muss zusammenarbeiten, um etwas zu erreichen. Jeder trägt seinen Teil dazu bei.

5) Für welches Projekt engagiert ihr euch und was sind eure Aufgaben vor Ort?

Lilli: Die Einrichtung nennt sich „Kein Abseits! e.V.“ und bietet Mentorentraining für Kinder zwischen 10 und 12 Jahren an. Das bedeutet, dass es Mentoren gibt, die Freizeitaktivitäten mit den Kindern gestalten. Die Einrichtung bekommt Fördergelder und feiert dieses Jahr 5-jähriges Bestehen. Sie wollen nach außen noch transparenter werden. Das heißt, sie wollen klar sagen können, wofür welche Gelder verwendet wurden. Wir planen vor Ort eine Prozess- und Kostenanalyse durchzuführen und helfen ihnen somit dabei, transparenter zu werden und einheitliche Abläufe und Strukturen zu etablieren.

Bonny: Unser Projekt nennt sich „Stiftung Starke Bande“. Es handelt sich hierbei um eine Einrichtung, in der Psychologen Problemfamilien betreuen. Die Organisation hilft den Familien auf den richtigen Weg und unterstützt auch Kinder von Zuwanderern. Die „Starke Bande“ benötigt unsere Hilfe dabei, einen Businessplan zu erstellen und unter anderem auch die Kosten und Leistungen professionell aufzubereiten.

6) Denkt ihr, dass das Projekt den Leuten langfristig hilft bzw. sie weiterbringt?

Lilli: Definitiv! Ich denke, es ist wichtig eine Struktur in der Organisation zu etablieren und die Leute dort sind auch gewillt, das umzusetzen. Sie wissen, dass sie in der Hinsicht Hilfe brauchen, haben aber keinen Kopf dafür. Sie brauchen jemanden, der sie an die Hand nimmt und ihnen Hilfestellung gibt. Das ist viel einfacher und geht wahrscheinlich schneller und hilft ihnen, es am Ende auch umzusetzen. Diese Strukturen können sie dann auch in anderen Projekten umsetzen und wieder neu anwenden. Es bringt also nicht nur kurzfristige Unterstützung, sondern wirklich langfristige Verbesserungen.

Bonny: Ja, es ist eine andere Stufe des sozialen Engagements. Man spendet normalerweise Geld oder engagiert sich selbst aktiv in sozialen Programmen, aber jetzt ist man auf einer anderen Ebene aktiv dabei! Die gemeinnützigen Einrichtungen haben ihr Defizit an einer Stelle, an denen ihnen selten jemand hilft. Sie wollen etwas Gutes tun und das Ganze kann nur dann funktionieren, wenn sie ihren wirtschaftlichen Prozesse im Griff haben. Das war mir in der Form zuvor nicht bewusst. Man muss ihnen langfristig helfen, Strukturen aufzubauen und Prozesse zu implementieren, so dass die Organisation weiterhin erfolgreich Gutes tun kann. Ich finde es wirklich sehr cool, dass wir über Infoman die Möglichkeit haben, diese Projekte zu unterstützen. Es sollte mehr Unternehmen geben, die mitmachen und helfen. Wir brauchen diese Einrichtungen!

7) Wünscht ihr euch eine Fortsetzung des Programms?

Lilli: Ich kann es nur empfehlen. Die zwei Tage in Berlin waren toll. Die Stimmung im Team ist gut und man lernt neue Leute kennen. Es ist schön zu sehen, dass man das, was man in seiner täglichen Arbeit macht, auch in ganz anderen Bereichen einsetzen kann und etwas Gutes damit tut. Auch für mich persönlich bringt es etwas, daher ganz klar eine Win-Win-Situation! Und die Projektwoche steht ja noch aus.

Daumen hoch für die Aktion!

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https://www.infoman.de/proboneo-infoman/
Infoman AG, ein Unternehmen der Avanade Gruppe, ist ein führender CRM Beratungs- und IT Lösungsanbieter für mittlere und große Unternehmen in Deutschland und der Schweiz.

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